In der Welt sein
Am Abend geboren unter den Wilden,
am Fluß, wo das Schiff dich absetzte.
Du riefst und man rief zurück,
dann, liefst du und weintest.
Sinkende Hände, die dich begrüßten,
spendeten dir später Trost und Liebe.
Am Bach, der den Grund deiner Stimme
durchfließt, dort hast du gewartet.
Geradewegs leuchtet der Wald
in dieses Haus am Beet der Ruhe.
Fern Gewitter nach dem Regen rief.
Und du lagst und schliefst.
Die Neulinge bewachten alte Männer.
Wo kamst du her, Fluß?
Konnte sich die abgewiesene Hand,
die, unaufhörlich frohlockend,
nicht erneut versuchen?
Oder rief der Herr des Hauses zum Gebet?
Schallte nicht die Klage eher
zu dem Gang, entlang der Bäume,
die da standen und sich beugten?
Daraufhin gab die Heilige im Tempel
ihre Sonne frei, glanzlos und voll Liebe.
Kannst du nichts sehen? König?
Nicht das Warten wird belohnt.
Nicht zu Schweigen entläßt das
ebenbürtige Ausgebürtige in Vielfalt.
Eine wundersame Kühle hält die Arme
des Übertreibenden zurück - so rufst du.
Wasser lief die Stufen des Tempels hinab.
Ausgetreten hatten sie die Liebe erfahren.
Das Bild im Tempel wankte still.
Leicht ruft es den Kindesvaternarren.
Versucht, geboren, erfahren, nicht wiedererkannt.
Berlin Prenzlauer Berg, 1998