auf einem hof im herbst

im fenster die schattige wiese
mit bäumen und farbigem laub
bietet letzte stätte der taube
im gras, aus dem federn sprießen.

klar leuchtet der himmel dazu,
dessen wellen den bauschigen segeln,
wo dieser vogel atmete nebel,
spielen den takt frommen gleichmuts.

rufe, gelächter und minenspiel derer am rand
bleiben hinter dem glas unter ihnen
und fallen in stinkenden klumpen zu füßen der wand.

komm, taube, rege dich wieder,
fliege nach hause, dem schiff jener segel!
doch klaglos liegen die federn darnieder.


Berlin Lankwitz, Oktober 1997